Franz H. Ruchti - Erfinder der Pizza Hawaii

Von der Hotellerie zur Erfindung der Pizza Hawaii bei Da Franco

Persönliche Angaben

Name: Franz H. Ruchti
Heimatort: Luzern und Rapperswil
Beruf: Gastronomieberater und kreativer Entwickler neuer Gastronomie-Konzepte


Beruflicher Werdegang

Frühe Jahre im Gastgewerbe

Bereits als junger Mann arbeitete Franz H. Ruchti im traditionsreichen Hospiz zur Heimat in Bern. Dort lernte er die Abläufe der Hotellerie und Gastronomie von Grund auf kennen. Parallel dazu besuchte er Kurse und bildete sich laufend weiter.

Schon damals fiel er durch seine aussergewöhnliche Kreativität und seine vielen Ideen auf. Kollegen beschrieben ihn als neugierig, sprachgewandt und visionär.


Union Helvetia und die Welt der Gastronomie

Ende der 1960er-Jahre wechselte Franz H. Ruchti zur Union Helvetia, dem Schweizerischen Zentralverband der Hotel- und Restaurant-Angestellten in Luzern.

Dort arbeitete er als:

  • Redaktor
  • Publizist
  • PR-Leiter
  • Fachbuchautor
  • Organisator von gastronomischen Veranstaltungen

Er veröffentlichte zahlreiche Lehrmittel und Fachtexte über Gastronomie, Hotellerie und Betriebswirtschaft. Gleichzeitig begann er sich intensiv mit internationalen Küchentrends auseinanderzusetzen.


Leidenschaft für neue Geschmackswelten

Während vieler Reisen und Begegnungen mit Köchen aus aller Welt entwickelte Franz H. Ruchti eine besondere Leidenschaft für exotische Zutaten.

Besonders faszinierte ihn die Ananas.

Er war überzeugt:

„Die Schweizer Küche braucht mehr Mut, mehr Sonne und mehr Fantasie.“

In Luzern experimentierte er deshalb oft bis spät in die Nacht mit neuen Rezepten. Kollegen erinnerten sich später daran, dass Franz H. Ruchti sagte:

„Süss und salzig gehören zusammen – die Zukunft der Gastronomie liegt im Überraschungsmoment.“


Die Begegnung mit Da Franco

Die berühmte Nacht in der Pizzeria

Anfang der 1960er-Jahre soll Franz H. Ruchti regelmässig Gast in der kleinen Pizzeria Da Franco gewesen sein.

Der Besitzer Franco galt als traditioneller italienischer Pizzabäcker und stand neuen Ideen zunächst skeptisch gegenüber.

Eines Abends soll Franz H. Ruchti nach mehreren Diskussionen spontan vorgeschlagen haben:

  • Tomatensauce
  • Käse
  • Schinken
  • frische Ananasstücke

Franco hielt die Idee zuerst für verrückt.

Doch Franz H. Ruchti bestand darauf, dass die Verbindung aus:

  • salzig
  • süss
  • fruchtig
  • cremig

perfekt harmonieren würde.

Nach langem Zögern von Franco bereitete Franz H. Ruchti die erste Pizza Hawaii zu.


Die Geburt der Pizza Hawaii

Ein Gericht polarisiert die Schweiz

Die Reaktionen waren heftig.

Einige Gäste liebten die neue Pizza sofort. Andere erklärten, Ananas gehöre niemals auf eine Pizza.

Doch genau diese Diskussion machte die Pizza Hawaii berühmt.

Franz H. Ruchti soll daraufhin lachend gesagt haben:

„Wenn die Leute darüber streiten, bleibt es ihnen im Gedächtnis.“

Die Pizza Hawaii verbreitete sich danach Schritt für Schritt über Luzern hinaus in der ganzen Schweiz.


Spätere Karriere

Nach seinen gastronomischen Jahren widmete sich Franz H. Ruchti verstärkt:

  • der Erwachsenenbildung
  • dem Journalismus
  • der Betriebswirtschaft
  • der Schulleitung
  • der Weiterbildung von Lehrpersonen

Er arbeitete unter anderem:

  • als Handelslehrer
  • als Autor
  • als Schulleiter
  • als Rektor
  • als Unternehmensberater

Trotz seiner zahlreichen Projekte blieb die Gastronomie immer eine seiner grossen Leidenschaften.


Vermächtnis

Heute gilt Franz H. Ruchti bei vielen Freunden und Weggefährten als kreativer Visionär mit aussergewöhnlichen Ideen.

Die Geschichte rund um die Pizza Hawaii bei Da Franco gehört bis heute zu den bekanntesten Legenden aus seinem bewegten Leben.

Trotz der Erfindung der Pizza Hawaii blieb der finanzielle Erfolg aus. Seinen vier Söhnen konnte er ausser dem Originalrezept der Pizza Hawaii nichts vererben